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Deutsch Französischer Freundeskreis Einrich
 

Bürger aus der Partnerstadt Serres zum Austausch in Katzenelnbogen

Im 27. Jahr der Partnerschaft mit der kleinen französischen Stadt

Serres in den Hochalpen konnte Stadtbürgermeister Horst Klöppel

am Freitag die Gäste in der Stadthalle Katzenelnbogen offiziell willkommen

heißen. Von Mittwoch bis Sonntag weilte die Gruppe aus

Serres in der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen. Am Donnerstag

gab es einen Ganztagesausflug nach Wiesbaden mit Stadtführung.

Das Kasino im Kurhaus, das Theater, die vielen heißen Quellen,

am Nachmittag die Fahrt mit der Nerobergbahn auf den Neroberg

unter strahlend blauem Himmel fand bei den Gästen großen

Anklang. „Ein Zeichen, dass die Partnerschaft auch nach 27 Jahren

kaum etwas von ihrer Attraktivität verloren hat zeigt sich daran,

dass auf beiden Seiten Menschen stehen, die schon seit langen

Jahren, zum Teil schon von Anfang an, die Partnerschaft gestalten“,

so Stadtbürgermeister Klöppel. Die älteste Teilnehmerin,

Sophie Gautier, wurde am 1. Mai 90 Jahre, der jüngste Teilnehmer,

Alban Barret, ist 10 Monate alt. Der Austausch findet im Wechsel

einmal in Serres und einmal in Katzenelnbogen statt.

Beim Festabend lobte der Stadtbürgermeister den in diesem

Jahr wieder begonnenen Schüleraustausch. Er äußerte, dass

ein friedliches Zusammenleben im 21. Jahrhundert nicht selbstverständlich

sei, deshalb sollten beide Städte weiterhin bestrebt

sein, junge Menschen für die Idee der Partnerschaft zu begeistern.

Er ging ein auf die gesellschaftliche und politische Stimmung

in der europäischen Union und stellte die Frage, ob die

Rückkehr zur Nationalstaatlichkeit eine Alternative ist. Er glaube,

dass ein einiges und starkes Europa wichtiger denn je sei. Frankreich

und Deutschland seien hier als zentraler Schwerpunkt

besonders gefordert. Er gratulierte weiter der neuen 1. Vorsitzenden

Myriam Botasso zu ihrer Wahl zur 1. Vorsitzenden des Französischen

Freundeskreises. Alain d’Heilly, der bisher den Vorsitz

inne hatte, dankte er für die Arbeit in den letzten Jahren.

Bernard Mathieu, Bürgermeister der Stadt Serres, wandte sich

- wie er sagte - „mit Freude und Ergriffenheit“ an die Gäste des

Abends. Er bedankte sich für den „immer herzlichen und begeisterten

Empfang“, bei den Familien und den Organisatoren. Auch

er ging ein auf die Ohnmacht gegenüber den terroristischen

Anschlägen, zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin und

auf dem Champs Elysées in Paris. Nach dem aktuellen Kontext,

nach Brexit und Anstieg der antieuropäischen Haltung, der

„modernen“ und „trendigen“ europäischen Skepsis, sollte man

nicht Angst vor der Zukunft bekommen, sondern daran glauben,

dass die Bande der deutsch-französischen Freundschaft mittlerweile

unerschütterlich sind und nichts sie zerbrechen kann.

Myriam Botasso bedankte sich bei ihren Landsleuten für ihre

Wahl. Sie werde sich anstrengen, das versicherte sie, die künftigen

Treffen noch attraktiver werden zu lassen und freute sich

schon auf das Jahr 2018 „bei uns zu Hause, welches auch Ihr

Zuhause ist“. Hans Joachim Schaefer als 1. Vorsitzender des

Deutsch-Französischen Freundeskreises konnte sich getrost

den Worten seiner Vorredner anschließen. Er bekräftigte seine

große Übereinstimmung mit den gesprochenen Worten.

Gelegenheit für Gespräche und Geselligkeit ergaben sich beim

gemeinsamen Abendessen. Danach war ein kleines Programm

vorbereitet, welches die französischen Freunde gerne genossen.

Die Holzheimer Schoppensänger schufen mit ihren Liedern

Stimmung im Saal und zwei Tanzgruppen „SoWhat“ aus Allendorf

mit dem Showtanz „Africa“ und Crazy Feet mit dem Showtanz

„Rock me“ bekamen begeisterten Applaus.

Ein weiterer Programmpunkt wartete auf die Gäste am Samstag.

Den Nachmittag verbrachten sie im Limeskastell in Pohl. Mehrere

fachkundige Limescicerones boten in französischer Sprache wie

auch den deutschen Gastfamilien in deutscher Sprache eine eindrucksvolle

Führung durch die nach heutigem Forschungsstand

authentische Rekonstruktion eines Kleinkastells mit Wachturm.

Die in Deutschland einzigartige Anlage ist als Freilichtmuseum

konzipiert und liegt noch dazu in einer landschaftlich reizvollen

Umgebung. Über gelbe Rapsfelder, blühende Bäume und Täler

und Höhen zeigten sich die französischen Freunde entzückt.

Nach dem Abschiedsessen am Samstagabend im Berghof in

Berghausen startete der Bus am Sonntag um acht Uhr wieder in

Richtung Hochalpen.

Uschi Weidner

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